Weibliche Ejakulation: Mythos oder Realität?
Die weibliche Ejakulation ist real. Punkt. Studien bestätigen, dass ein signifikanter Teil der Frauen bei sexueller Erregung oder beim Orgasmus Flüssigkeit ausstossen kann. Trotzdem ist das Thema von Mythen umgeben, und viele Frauen wissen nicht einmal, dass ihr Körper dazu in der Lage ist.
Zwei verschiedene Phänomene
Wichtig zu verstehen: Weibliche Ejakulation und Squirting sind nicht dasselbe.
Weibliche Ejakulation bezeichnet eine kleine Menge milchiger Flüssigkeit, die von den Skene-Drüsen neben der Harnröhre produziert wird. Diese Drüsen sind das weibliche Äquivalent zur Prostata. Die Flüssigkeit enthält PSA (prostataspezifisches Antigen) und ähnelt in ihrer Zusammensetzung dem Prostatasekret des Mannes.
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Jetzt ausprobieren →Squirting ist die Ausschüttung einer größeren Menge wässriger Flüssigkeit. Studien zeigen, dass diese Flüssigkeit überwiegend aus der Blase stammt und Bestandteile von verdünntem Urin enthält - plus Sekrete der Skene-Drüsen. Das ist kein Grund für Scham. Der Körper tut, was er tut.
*Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Sexualpädagogen und Körpertherapeuten verfasst.*
Wie entsteht weibliche Ejakulation?
Intensive Stimulation des G-Punkt-Bereichs ist der häufigste Auslöser. Die Skene-Drüsen liegen in unmittelbarer Nähe und werden durch Druck auf die vordere Vaginalwand indirekt stimuliert. Bei steigender Erregung füleln sie sich mit Flüssigkeit, die beim Orgasmus oder kurz davor ausgestossen wird.
Nicht jede Frau ejakuliert, und nicht jede, die es tut, bemerkt es. Die Menge kann von wenigen Tropfen bis zu deutlich spürbaren Mengen reichen.
Tipps für die Praxis
G-Punkt-Stimulation: Kräftige, rhythmische "Komm her"-Bewegung mit zwei Fingern auf der vorderen Vaginalwand. Der Druck darf deutlich stärker sein als bei normaler Penetration.
Entspannung: Viele Frauen unterdrücken die Ejakulation unbewusst, weil sie das Gefühl mit Harndrang verwechseln. Lass los, auch wenn es sich anfangs seltsam anfühlt.
Vorbereitung: Lege ein Handtuch unter. Das nimmt die Angst vor der Sauerei und erlaubt dir, dich komplett fallen zu lassen.
Kombination: Klitorale Stimulation plus G-Punkt-Stimulation erhöhen die Wahrscheinlichkeit.
Was du nicht erwarten solltest
Pornos stellen Squirting als Standard dar. In der Realität ejakuliert nicht jede Frau, und das ist normal. Es als Ziel zu setzen erzeugt Druck, der genau das Gegenteil bewirkt. Wenn es passiert - grossartig. Wenn nicht - kein Defizit.
Häufige Fragen
Ist es Urin? Teilweise, besonders beim Squirting. Die genaue Zusammensetzung variiert. Es ist aber kein unkontrolliertes Wasserlassen.
Kann man es lernen? Manche Frauen körnen es mit Übung erreichen, andere nicht. Die Anatomie der Skene-Drüsen variiert stark von Frau zu Frau.
Zusammengefasst
Weibliche Ejakulation ist ein natürliches Phänomen, das weder beschämend noch aussergewöhnlich ist. Ob du ejakulierst oder nicht, sagt nichts über deine Orgasmusfähigkeit oder dein sexuelles Erleben aus. Körper sind verschieden, und das ist gut so.
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Körperwahrnehmung trainieren
Bei weibliche ejakulation geht es um das bewusste Wahrnehmen des eigenen Körpers. Viele Menschen sind erstaunlich schlecht darin, auf die Signale ihres Körpers zu hören.
Body-Scan-Übung (10 Minuten):
- Lege dich bequem hin und schliesse die Augen.
- Wandere mit der Aufmerksamkeit langsam von den Füßen zum Kopf.
- Beobachte, wo du Spannung spürst und wo Entspannung.
- Atme bewusst in die angespannten Bereiche.
Diese Übung schärft die Körperwahrnehmung und hilft dir, im Bett besser zu spüren, was sich gut anfühlt.
Übungsplan: Weibliche ejakulation vertiefen
- [ ] Body-Scan-Übung 3x pro Woche (10 Min.)
- [ ] Erogene Zonen systematisch erkunden
- [ ] Sexuelles Tagebuch führen (Was hat sich gut angefühlt?)
- [ ] Selbstberührung ohne Ziel -- nur wahrnehmen
- [ ] Eine neue Technik pro Monat ausprobieren
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