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Weibliche Ejakulation: Was dahinter steckt

Squirting, weibliche Ejakulation, feuchter Orgasmus - ein Thema voller Mythen. Hier die Fakten, die du wirklich wissen musst.

Von Lisa Mauer · 5. November 2025
Abstrakte Darstellung von Flüssigkeit und Intimität in sanften Wellen

Weibliche Ejakulation: Mythos oder Realität?

Die weibliche Ejakulation ist real. Punkt. Studien bestätigen, dass ein signifikanter Teil der Frauen bei sexueller Erregung oder beim Orgasmus Flüssigkeit ausstoßen kann. Trotzdem ist das Thema von Mythen umgeben, und viele Frauen wissen nicht einmal, dass ihr Körper dazu in der Lage ist.

Zwei verschiedene Phänomene

Wichtig zu verstehen: Weibliche Ejakulation und Squirting sind nicht dasselbe.

Weibliche Ejakulation bezeichnet eine kleine Menge milchiger Flüssigkeit, die von den Skene-Drüsen neben der Harnröhre produziert wird. Diese Drüsen sind das weibliche Äquivalent zur Prostata. Die Flüssigkeit enthält PSA (prostataspezifisches Antigen) und ähnelt in ihrer Zusammensetzung dem Prostatasekret des Mannes.

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Squirting ist die Ausschüttung einer größeren Menge wässriger Flüssigkeit. Studien zeigen, dass diese Flüssigkeit überwiegend aus der Blase stammt und Bestandteile von verdünntem Urin enthält - plus Sekrete der Skene-Drüsen. Das ist kein Grund für Scham. Der Körper tut, was er tut.

Wie entsteht weibliche Ejakulation?

Intensive Stimulation des G-Punkt-Bereichs ist der häufigste Auslöser. Die Skene-Drüsen liegen in unmittelbarer Nähe und werden durch Druck auf die vordere Vaginalwand indirekt stimuliert. Bei steigender Erregung füleln sie sich mit Flüssigkeit, die beim Orgasmus oder kurz davor ausgestoßen wird.

Nicht jede Frau ejakuliert, und nicht jede, die es tut, bemerkt es. Die Menge kann von wenigen Tropfen bis zu deutlich spürbaren Mengen reichen.

Tipps für die Praxis

G-Punkt-Stimulation: Kräftige, rhythmische "Komm her"-Bewegung mit zwei Fingern auf der vorderen Vaginalwand. Der Druck darf deutlich stärker sein als bei normaler Penetration.

Entspannung: Viele Frauen unterdrücken die Ejakulation unbewusst, weil sie das Gefühl mit Harndrang verwechseln. Lass los, auch wenn es sich anfangs seltsam anfühlt.

Vorbereitung: Lege ein Handtuch unter. Das nimmt die Angst vor der Sauerei und erlaubt dir, dich komplett fallen zu lassen.

Kombination: Klitorale Stimulation plus G-Punkt-Stimulation erhöhen die Wahrscheinlichkeit.

Was du nicht erwarten solltest

Pornos stellen Squirting als Standard dar. In der Realität ejakuliert nicht jede Frau, und das ist normal. Es als Ziel zu setzen erzeugt Druck, der genau das Gegenteil bewirkt. Wenn es passiert - großartig. Wenn nicht - kein Defizit.

Häufige Fragen

Ist es Urin? Teilweise, besonders beim Squirting. Die genaue Zusammensetzung variiert. Es ist aber kein unkontrolliertes Wasserlassen.

Kann man es lernen? Manche Frauen körnen es mit Übung erreichen, andere nicht. Die Anatomie der Skene-Drüsen variiert stark von Frau zu Frau.

Zusammengefasst

Weibliche Ejakulation ist ein natürliches Phänomen, das weder beschämend noch aussergewöhnlich ist. Ob du ejakulierst oder nicht, sagt nichts über deine Orgasmusfähigkeit oder dein sexuelles Erleben aus. Körper sind verschieden, und das ist gut so.


Übungsplan

  • Squirting und Ejakulation auseinandergehalten
  • Blase vorher entleert
  • Handtuch bereitgelegt
  • G-Punkt gezielt stimuliert
  • Ohne Erwartungsdruck ausprobiert

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#Weibliche Ejakulation#Squirting#Orgasmus#Frauen#Sexualitaet
Über den Autor
Lisa Mauer

Sexualtherapeutin & Bloggerin

Studierte Psychologie in Wien, arbeitete 8 Jahre als Sexualtherapeutin bevor sie 2024 anfing, ihr Wissen im Internet zu teilen. Direkt, ehrlich, kein Bullshit. Schreibt über Techniken, Paardynamiken und Selbstentdeckung.