Ehrliche Worte zum Analsex
Analsex ist für viele ein Reizthema. Manche fantasieren davon, andere haben Angst. Beides ist berechtigt. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen: Analsex kann unglaublich lustvoll sein, wenn man es richtig angeht. Er kann aber auch schmerzhaft und frustrierend sein, wenn man Grundregeln ignoriert. Dieser Artikel richtet sich an alle, die es zum ersten Mal versuchen wollen.
Warum Analsex überhaupt Spass machen kann
Der Anus hat eine extrem hohe Dichte an Nervenenden. Bei Männern liegt zudem die Prostata in Reichweite, deren Stimulation intensive Orgasmen auslösen kann. Bei Frauen werden durch anale Penetration indirekt die hinteren Bereiche der Vaginalwand stimuliert. Viele Menschen beschreiben anale Orgasmen als besonders tief und ganzkörperlich.
*Dieser Guide wurde in Zusammenarbeit mit erfahrenen Sexualpädagogen erstellt.*
Vorbereitung: Die Grundlage
Ohne Vorbereitung funktioniert Analsex nicht. Der Schliessmuskel ist ein starker Muskel, der sich nicht einfach so öffnet. Er muss langsam gedehnt und an die Berührung gewöhnt werden.
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Jetzt ausprobieren →Beginnt mit Fingern. Ein gut geschmierter Finger wird langsam eingeführt. Lasst euch Zeit, mehrere Minuten nur mit einem Finger. Wenn das angenehm ist, kommt ein zweiter dazu. Erst wenn zwei Finger problemlos gleiten, ist der Körper bereit für mehr.
Kleine Analplugs können ebenfalls helfen, den Schliessmuskel vor dem eigentlichen Sex zu dehnen. Tragt sie 15 bis 20 Minuten vor dem Akt.
Gleitgel: So viel wie möglich
Der Anus produziert keine natürliche Feuchtigkeit. Ohne Gleitgel wird Analsex schmerzhaft und kann zu Verletzungen führen. Verwendet ein dickflüssiges, langhaltendes Gleitgel. Silikonbasierte Gele halten länger als wasserbasierte, sind aber nicht mit allen Kondomen und Toys kompatibel. Tragt das Gel sowohl aussen als auch innen auf, und schmiert regelmäßig nach.
Die beste Position für das erste Mal
Die empfangende Person sollte die Position wählen, in der sie sich am wohlsten fühlt. Viele finden die Seitenlage am angenehmsten, weil der Schliessmuskel dabei entspannt ist. Alternativ funktioniert die Missionarsstellung mit einem Kissen unter dem Becken. Doggy Style gibt zwar guten Zugang, kann aber beim ersten Mal zu tief und zu schnell sein.
Schmerzen sind ein Warnsignal
Das kann nicht oft genug gesagt werden: Analsex darf nicht wehtun. Ein leichtes Druckgefühl am Anfang ist normal, scharfer oder stechender Schmerz nicht. Wenn es wehtut, sofort aufhören. Mehr Gleitgel, mehr Vorbereitung, oder ein anderes Mal versuchen. Wer durch Schmerzen durchpresst, riskiert Fissuren, also kleine Risse in der empfindlichen Analschleimhaut.
Hygiene und Sicherheit
Eine Dusche vorher reicht in den meisten Fällen aus. Wer sich sicherer fühlen will, kann eine Analdusche benutzen, aber bitte mit lauwarmem Wasser und ohne Seife. Kondome schützen vor sexuell übertragbaren Infektionen und erleichtern die Reinigung. Wechselt das Kondom, bevor ihr von anal zu vaginal wechselt, um Infektionen zu vermeiden.
Kommunikation ist Pflicht
Beim Analsex muss die empfangende Person den Takt vorgeben. Wie schnell, wie tief, wann Pause. Der aktive Partner passt sich an. Vereinbart ein Stoppwort, das sofortiges Aufhören bedeutet. Ohne dieses Vertrauen funktioniert Analsex nicht.
Das Wichtigste: Geduld wird belohnt
Analsex beim ersten Mal braucht vor allem eines: Geduld. Erwartet nicht, dass es sofort klappt. Vielleicht reicht es beim ersten Versuch nur für einen Finger, und das ist völlig okay. Mit der Zeit, dem richtigen Zubehör und gegenseitigem Vertrauen kann Analsex eine wunderbare Bereicherung eures Sexlebens werden.
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